Gamification – wird die gesamte Wirtschaft zum Spiel?

Gamification heißt das neue Zauberwort im Marketing. Produkt-Promotions müssen Spielmechnismen eingebaut haben, Marketingkamapgnen spielerisch auf den Konsumenten wirken. Doch man läuft sehr schnell Gefahr, die Verpackung mit dem Inhalt zu verwechseln und nur mehr Spiel zu sein. Was steckt hinter dem Schlagwort?

Laut Wikipedia: „Als Gamification bezeichnet man die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremdem Kontext. Zu diesen spieltypischen Elementen gehören unter anderem Erfahrungspunkte, Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, virtuelle Güter oder Auszeichnungen.“

Das Menschen spielerisch besser lernen ist seit langem bekannt, ob sie spielerisch mehr kaufen noch nicht bewiesen. Auf der einen Seite kann es helfen, Menschen in der Kommunikation einen leichteren Zugang zu komplexen Themen anzubieten. Doch auf der anderen Seite kann ein Effekt der Ernüchterung oder Enttäuschung, ja Ablehnung auftreten, wenn Konsumenten entdecken, dass es ein Spiel ohne Inhalte ist und halt nur Spass macht, ohne echten Nutzen zu bieten. Darüber sollten Marketingexperten nachdenken.

Ein neues Buch dazu: http://www.amazon.com/Gamification-Revolution-Leverage-Mechanics-Competition/dp/0071808310

  1. #1 von Roman Rackwitz (@RomanRackwitz) am Mai 28, 2013 - 6:18 am

    Hi, stimme dir völlig zu.
    Gamification im Marketing einzusetzen ist eine ganz diffizile Angelegenheit. Gerade die, von dir angesprochenen, Punkte, Ranglisten usw. schaffen hier ganz schnell ein hohles Gerüst, die den User in kurzfristige Aktivitäten verwickeln, ohne einen langfristigen Nutzen.
    Und Spaß ist eben nicht gleich Spaß. Und wenn es keine sinnvolle, erkennbare Verbindung gibt, zwischen Kunde, Produkt und gamifizierte Aktivität, dann ist das Bullshit.

    Dazu muss man sagen, dass z.B. eine Punktevergabe durch den Kauf eines Produktes/Dienstleistung und der mögliche Eintausch dieser Punkte in weitere Produkte, eben kein Gamification ist sondern halt ein Loyalitätsprogramm. Hier sollten sich VIELE Marketingagenturen mal ‚Nachhilfe‘ nehmen.

    Auf der anderen Seite kann ich evtl. ein bisschen beruhigen: Die Situation, dass ein Spiel ohne Inhalt für Kunden angeboten wird UND Spaß macht, wird kaum auftreten.🙂 Dafür sind erfolgreiche Spiele einfach zu selten (wenn man mal überlegt wie viele es nie auf den Markt schaffen) und insbesondere dann wenn es mit der Intention eines Marketingeffekts gemacht wurde.
    Sollte es aber mal ‚passieren‘ kann ich nur eines sagen: „Nutzt diesen Umstand zum Unternehmensbranding. Es gibt wohl kaum was schwierigeres, als eine der mächtigsten Emotionen in uns Menschen hervor zu rufen –> Spaß!“

    Aber Vorsicht: Es ist ein totaler Irrglaube, dass Spiele, im Kern, durch die Anwendung von Punkte,, Highscores, virtuellen Gütern, usw. erschaffen werden. Dies ist inzwischen ein echt leidiges Thema und muss (um langfristigen Schaden zu verhindern) einfach aufgeklärt werden. Ich habe gerade erst in einem Kommentar zu einem anderen Artikel dieses Thema aufgegriffen: http://www.smartcompany.com.au/digital-strategy/055676-gamification-is-it-a-game-changer.html

    Dies ist natürlich nur oberflächlich, da hier einfach Zeit und ‚Platz‘ fehlt. Freue mich aber natürlich wenn wir dieses mal vertiefen wollen…

    Danke noch einmal für Deinen Post, Roman🙂

  2. #2 von Marko am Juni 3, 2013 - 5:54 pm

    Hier noch Link, der ganz gute weiterführende Infos gibt…

    http://intelligent-gamification.de/2011/05/11/was-ist-gamification/

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